720 EUR im Monat: Ja, Hartz IV wäre mehr gewesen, aber…

Mit diesem Satz fing ein interessantes Gespräch mit einem befreundeten Einzelunternehmer – oder Soloselbständigen, wie man heute sagt – aus der Kreativbranche an, der Satz setzte sich mit „aber“ fort und er erklärte mir, warum der Weg in die Grundsicherung oder das Schließen seines Unternehmens trotzdem keine gangbare Alternative darstellte.
Daher mal ein Gedankengewitter zum Thema „Über Geld spricht man nicht“. Das sagte schon meine Oma und gerade in unserem Land ist dieser Satz immernoch deutlich in den Köpfen verbreitet. Auch in der momentanen Situation zeigt sich das ziemlich gut, man spricht über Prozente, aber nicht über feste Zahlen.


Flosken und Andeutungen, statt deutlicher Worte

Liest man sich Medienberichte durch, wird von Kurzarbeitergeldern gesprochen. Es wird davon gesprochen wie viel Prozent weniger die Leute dann bekommen oder wie viel Prozent sie dann noch haben und gerne wird dann auch noch darauf verwiesen, dass es solche Hilfsmaßnahmen in anderen Ländern ja gar nicht gibt. Doch kaum jemand spricht offen darüber, was das wirklich finanziell bedeutet und wie diese finanzielle Lücke geschlossen wird. Die Kreativ-, Kunst-, die Kultur- und auch die Veranstaltungsbranche sprechen seit Monaten davon, dass ihnen Einnahmen fehlen, das ihre Kosten aber nicht im gleichen Rahmen abnehmen, sie sprechen davon, dass es „langsam eng wird“ oder vielen „das Wasser bis zum Hals steht“, aber welchen Musiker, welcher Grafiker, Fotograf, Veranstalter, etc. hat sich bitte vor die Presse gestellt und offen dargelegt, was dieses „eng werden“ genau bedeutet?! Ab und an sprechen Menschen über die Einbußen beim Umsatz oder ähnlichem, Sätze wie: „Uns sind hier 3 Mio. Euro Umsatz verloren gegangen.“ sind allerdings wenig hilfreich, weil sich der normale Angestellte nicht vorstellen kann, was das bedeutet, im Gegenteil, man hört dann eher immer wieder Stimmen, die sagen: „Na wenn der in guten Jahren mit so einer Veranstaltung 3 Mio. eingenommen hat, dann müsste er doch Geld genug haben.“

Große Unternehmen müssen viele Ihrer Zahlen offen legen und werden dann schnell kritisiert, wenn mit Millionen- oder Milliardenbeträgen jongliert wird. Auch in der Politik geht es, wenn es ums Geld geht immer nur um die wirklich hohen Beträge, die sich meist in Sphären bewegen, die sich ein normaler Mensch nicht einmal vorstellen kann und wenn es um Einkommen geht, dann hat jemand, der einen fünfstelligen Betrag verdient, eine ganz andere Zahl im Kopf, wenn er an 10% oder 20% Einkommenseinbußen denkt.
Schon allein die Bemerkungen aus der Politik, wenn es um die Inanspruchnahme der „vereinfachten“ Grundsicherung für Solo-Selbständige geht, zeigt immer wieder, wie wenig die Damen und Herren von den tatsächlichen Problemen verstehen.


Das finanzielle Desaster verlagert sich nach hinten

In öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion wird zwar immer wieder darüber gesprochen, wie schlecht es manchen Branchen geht und auch darüber, dass viele Firmen nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll, aber es bleibt immer bei dieser abstrakten Formulierung.
Man spricht nicht über Geld, man spricht auch nicht darüber, was dieser Verdienstausfall tatsächlich für viele bedeutet und was er auch für die gesamte Gesellschaft bedeuten wird, wenn diese Einzelunternehmer, sowie kleine und mittelständische Unternehmen schließen. Das Problem liegt nur zum Teil im Jetzt, vieles wird sich erst in den kommenden Jahren und sogar erst in Jahrzehnten zeigen, wenn das Kapital, dass momentan aus den privaten Ersparnissen genommen wird und wir ganz andere Dinge zurückgelegt wurde – beispielsweise für die Altersvorsorge – benötigt wird und nicht mehr da ist.


Man kann nicht einfach die Tür abschließen und gehen!

KEIN Unternehmer gibt sein Geschäft kampflos auf, NIEMAND baut eine Firma auf und schließt sie dann einfach, so wie ein Angestellter einfach seinen Job wechselt. So denken Investoren und Banken, Menschen denen es nur ums Geld geht, Institutionen für die Rendite das Zauberwort ist, aber so denken halt Einzelunternehmer und mittelständische Unternehmer nicht, im Mittelstand geht es oftmals darum, dass man aus einer Vision, eine Idee entwickelt hat, die man dann zu einer Geschäftsidee weiterentwickelt hat, weil man etwas bestimmtes erreichen will!
Man trägt Verantwortung für sich, seine Angestellten, seine Vertragspartner, man ist Verträge eingegangen, die sich nicht innerhalb von Wochen oder Monaten kündigen lassen und man hat viel Zeit, Kraft und Schweiß in den Aufbau seines Unternehmens gesteckt, man hat es durch manche Engpässe manövriert, hat sich Wege gesucht, Lösungen entwickelt und viele Nächte damit verbracht Konzepte, Strategien und Lösungen zu finden. Man opferte Freizeit, lebt mit Arbeitstagen, die manchmal 12-16 Stunden lang sind, freut sich darüber, wenn Kunden zufrieden sind und man Probleme lösen konnte. Man ist mit seinem Unternehmen verbunden, so wie man auch mit seiner Familie verbunden ist, für alle, die selbst noch kein Unternehmen aufgebaut haben, ist dieses Gefühl nur schwer oder gar nicht nachzuvollziehen!
Wie kann man freiwillig 12 Stunden am Stück arbeiten, ohne Pause und das dann 7 Tage die Woche, 30 Tage hintereinander, bevor man sich mal einen halben Tag frei gönnt und dann auch noch behaupten, dass man einen Gewissen Spaß an seiner Arbeit hat?!
Fakt ist aber, das genau auf diese Weise viele Mittelstandunternehmen und auch Einzelunternehmen existieren, bei Unternehmen mit Angestellten kommt dann auch noch hinzu, dass man seine Mitarbeiter nicht als Humankapital oder austauschbare Arbeitsameisen betrachtet, sondern tatsächlich als Menschen, man kennt deren Familien, vielleicht hat man sogar die Kinder aufwachsen sehen, man weiß, dass da eine Hausfinanzierung läuft und das Leben einer ganzen Familie davon abhängt, dass die Arbeitsstelle weiterhin existiert und man ist sich dieser Verantwortung bewusst!
In Großunternehmen ist der Abstand zum Arbeitnehmer schon deutlich größer, da kündigt man ja auch keine Mitarbeiter, sondern „baut Stellen ab“, das ist zwar das gleiche, aber eine Stelle klingt weniger menschlich, als der Begriff Mitarbeiter.


Privates Vermögen für die Existenz des Unternehmens

In der Politik und auch in der öffentlichen Wahrnehmung scheint man zu glauben, dass die Unternehmen, denen „das Wasser bis zum Hals steht“ und die das auch nun schon seit Monaten sagen, Rücklagen haben, mit denen sie über Jahre Ihr Unternehmen retten könnten. Kaum jemand hinterfragt, woher diese Gelder eigentlich kommen, mit denen sich mittelständische Unternehmen von einem Monat in den nächsten retten.
Von Krediten ist da gerne die Rede, gerade am Anfang der Coronakrise, wurde schnell von speziellen Kreditangeboten durch die KfW gesprochen und die Banken wurden aufgefordert, die Liquiditätsprüfung nicht ganz so eng zu nehmen, damit diese Kredite auch wirklich ausgezahlt werden. Doch viele Unternehmer lehnten diesen Schuldenaufbau ab, sie konnten rechnen und sie haben erkannt, dass die fehlende Perspektive, eine sinnvolle Kreditfinanzierung unsinnig macht, denn egal ob gefördert oder nicht, die Kredite müssen auch zurückgezahlt werden!

Also zunächst einmal Kosten senken, wo es geht und dann wird das private Vermögen angegriffen, ja das private Vermögen, das klingt allerdings immer nach dem reichen Unternehmer, der in einer großen Villa lebt, ein dickes Auto fährt und das Unternehmen nur noch zum Spaß betreibt.
So ist es allerdings oft nicht, aber über Geld spricht man ja nicht! Das private Vermögen, das sind häufig Rücklagen für den eigenen Urlaub, die eigene Waschmaschine, Ersparnisse für die Reparatur des Autos und in vielen Fällen dann auch die eigene Altersvorsorge, die dann auch noch aufgelöst wird, um das Unternehmen irgendwie zu retten, denn die Alternative wäre eine Schließung und dann der Gang zum Amt.
Da man als Selbständiger Unternehmer in der Regel nicht ins Sozialsystem eingezahlt hat – es gibt Ausnahmen, aber die kann nicht jeder für sich in Anspruch nehmen – bedeutet dieser Schritt in der Regel Grundsicherung oder Hartz IV, und das heißt, dass alle Vermögenswerte aufgelöst und verlebt werden müssen, bevor man in den Genuss der Grundsicherung kommt.
Verträge mit Vermietern, die im gewerblichen Bereich in der Regel über mehrere Jahre geschlossen werden, müssen weiter erfüllt werden, weil deren Kündigung meist nicht so einfach möglich ist, so dass es häufig nur auf eine private Insolvenz hinauslaufen kann, um nicht an den Schulden zu ersticken.


Insolvenz ist nur die letzte Alternative

In der öffentlichen Wahrnehmung wird gerne vergessen, dass auch Unternehmer Familien haben, sie haben Kinder und leben oftmals auch nur ein recht normales Leben. Es mag sein, dass einige einen etwas größeren Luxus genießen, es mag auch sein, dass sie deshalb einem ziemlichen Neid ausgesetzt sind, aber das Risiko ein eigenes Unternehmen zu führen und damit auch zu scheitern ist nicht gering und ein gewisses „Privatvermögen“ muss vorhanden sein, denn dieses können Sie als Unternehmer im Zweifelsfalls als Sicherheit bei der Bank angeben, wenn es wirklich mal um eine Kreditabsicherung geht.
Für wirklichen mittelständischen Unternehmer ist eine Insolvenz tatsächlich eine Alternative, die er gerne oder bereitwillig beschreitet, denn dieser Schritt trifft nicht nur das Unternehmen, sondern die gesamte eigene Familie. Also wird man alles tun, um diesen Schritt zu vermeiden und wenn das bedeutet sich selbst seiner Altersvorsorge zu berauben, dann macht man auch das!


Die Altersarmut fest im Blick

Genau das geschieht derzeit in unserem Land! Viele Einzelunternehmer, viele kleine Unternehmen, viele mittelständische Unternehmen überleben derzeit, weil deren Unternehmer sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Schließung stemmen, alleingelassen von der Politik, die mit großen Versprechungen kommt, von denen sie keine wirklich einhält!

In der medialen Diskussion findet dieser Punkt allerdings noch nahezu keinerlei Beachtung, niemand prüft, wie viele private Versicherungen derzeit gekündigt werden, wo Beiträge nicht mehr gezahlt werden und somit der Versicherungsschutz erlischt. Es werden massenweise Sicherheiten abgebaut, seien es Risikoversicherungen, für die schlicht keine Beiträge mehr gezahlt werden oder Geldanlagen oder Lebensversicherungen, die vorzeitig gekündigt werden, weil man das Geld braucht. Nicht selten versetzen Unternehmer echte Werte, wie Gold oder Silber, wenn es ihren Unternehmen schlecht geht, um wieder an liquide Mittel zu kommen und das machen sie auch jetzt.

Natürlich führt das in die Altersarmut und das ist vielen auch bewusst, aber was ist die Alternative, wenn man über 45 ist, seit Jahrzehnten selbständiger Unternehmer und für den normalen Arbeitsmarkt nicht mehr sonderlich attraktiv? Die oben genannte Alternative würde letztlich auf das gleiche Ziel hinauslaufen und ist noch deutlich unattraktiver, da hat die Alternative der Altersarmut sogar noch etwas positives, denn wenn man beim Erreichen der Regelaltersrente nur noch die Grundsicherung zu erwarten hat, dann kann man auch schon mit 60 aufhören zu arbeiten und die Grundsicherung bei besserer Gesundheit und mit noch ein paar mehr Lebensjahren genießen und unvermittelbar vielleicht noch in die eine oder andere Maßnahme über sich ergehen lassen. Nach Jahren der Selbständigkeit dürfte das eher nach Erholung, als nach wirklichem Stress klingen und man hat von heute an gerechnet noch ein paar Jahre Zeit, um das vorzubereiten, Verträge zu kündigen, eventuelle Barrücklagen ausserhalb der Sichtbarkeit der Finanzbehörden aufzubauen und sich dann in den Ruhestand zu verabschieden.

Das Problem wird dann von den nächsten Politikergenerationen gelöst werden müssen, ich bin schon gespannt, wie der Ausweg aus dieser Krise dann ausehen wird.


Aber ich wollte ja über Geld reden

Entschuldigung, ich musste ein wenig ausholen, damit man die kommenden Zeilen besser versteht und vielleicht auch das grundlegende Problem besser erkennt. Ich nutze hier die realen Zahlen eines befreundeten Einzelunternehmers, die er nach einem Jahr Corona aufbereitet hat, um mal zu verdeutlichen, wie sich die Coronakrise tatsächlich für Einzelunternehmer auswirkt.
Nachdem nun das 1. Quartal 2021 vorbei ist und unter Berücksichtigung, dass das 1. Quartal 2020 noch nicht unter Coronabedingungen stand, nahm er die Zahlen vom 01.04.2020 bis zum 31.03. 2021. Mich haben diese Zahlen schockiert:

Einnahmen, Corona, Soloselbständige, Einzelunternehmer

Die anfangs ausgezahlten Soforthilfen dienten der Deckung der unternehmerischen Kosten und warennicht für die private Lebenshaltung gedacht, sie wurden hierfür auch nicht eingesetzt, für die Vereinfachung der Rechnung, habe ich sie hier aber dem normalen Einkommen hinzugerechnet, denn als solches werden sie bei der Einkommenssteuer auch behandelt.
Nimmt man nun also den unternehmerischen Gewinn und alle erhaltenend Hilfszahlungen zusammen, so erhält man einen „Bruttolohn“ von 1.235,89 EUR, dieser muss voll versteuert werden und auch die Abgaben für die Sozialversicherungen, die man als Einzelunternehmer auch zahlen muss, gehen von diesem Betrag noch ab. So bleiben am Ende 735,89 EUR, die noch um einen kleinen Betrag der Einkommensteuer verringert werden, hier handelt es sich aber nur um ca. 15 Euro, somit bleiben etwa 720,- Euro monatliches Netto-Einkommen!

Einkommen das für alle privaten Ausgaben reichen muss, denn auch die laufen immer noch weiter, Essen, Miete, Strom, etc. Nicht alle privaten Verträge kann man innerhalb kurzer Fristen kündigen und auch nach der Corona-Krise muss das private Leben ebenfalls weitergehen.


816,- Euro monatlich – Ein Vergleich zu Hartz IV

Der Hartz IV Regelsatz für 2021 für einen Single beträgt € 446,- Euro, zuzüglich der Übernahme der Miete und eventueller Zuschüsse für Heizkosten im Winter. (Quelle: haufe)
Einer meiner Bekannten bekommt seit einiger Zeit Hartz IV, seine Mietkosten in Höhe von 370,- Euro werden vollständig zum Regelsatz vom Amt übernommen. Insgesamt bekommt er also 816,- Euro pro Monat, ist vollständig krankenversichert, macht sich keine Sorgen über die monatliche Wohnungsmiete und darüber seine Wohnung verlassen zu müssen bzw. wie er sich den Umzug überhaupt leisten soll und kommt mit dem Geld soweit gut über die Runden.


1.179,- Euro monatlich – Pfändungsfreigrenze

In Deutschland darf ein vorhandenes Einkommen bei Alleinstehenden bis auf einen Betrag von 1.178,59 Euro gepfändet werden, dieser Betrag gilt als absolutes Existenzminimum, ein Betrag der jedem zusteht, auch wenn er hochverschuldet ist und diese Schulden nicht zurückzahlen kann. Bei Personen mit Kind liegt dieser Betrag dann entsprechend höher. (Quelle: juraforum)


3.994,- Bruttogehalt pro Monat – Durchschnitt in Deutschland

Das durchschnittliche Bruttogehalt in Deutschland liegt bei einer Vollzeitbeschäftigung bei ca. 3.994,- Euro (Quelle: statista), wobei diese Zahl deutlich zu hoch ist, denn hier werden auch alle Topverdienenden Angestellten mit eingerechnet, eine Untersuchung der Bundesagentur für Arbeit zeigte, dass 1/3 der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland mit 2.400,- Euro oder weniger auskommen muss und der errechnete Meridian, der die gut Hochverdiener von den Schlechterverdienern trennt, liegt laut seiner Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln bei € 1.869,- netto (entspricht in etwa 2.800 Euro brutto), wer darüber verdient gehört zu den gut Verdienenden, wer darunter liegt zu den geringer Verdiendenden. Diese Studie hat allerdings auch gezeigt, dass sich die Personen, die zu den Gutverdienern

Reden wir über Geld und verstecken uns nicht hinter Floskeln

Ich finde es erschreckend, wie wenig Geld dieser Einzelunternehmer trotz der augezahlten Hilfen hat. In den Medien protzt die Politik gerne mit den Milliardenpaketen, die sie für die Unternehmen bereitstellt, große Zahlen, die nichts darüber aussagen, was diese Zahlen tatsächlich in den einzelnen Unternehmen bedeuten.
Dieser Unternehmer hat im Rahmen dessen, was er trotz der Maßnahmen, Auflagen und Verbote tun konnte gearbeitet, von der Zeit, dem Druck und den Stress her noch mehr als vor Corona und zum Teil unter noch stärkerem Druck als in der Gründungsphase des Unternehmens. Das Unternehmen ist nicht neu am Markt, es lief vor der Kirse gut und durfte sich mit seinem normalen Einkommen oberhalb des genannten Meridians ansiedeln. Nur durch die Maßnahmen und Beschlüsse der letzten Monate, die es ihm verboten haben seiner Arbeit nachzugehen oder ihn so weit eingeschränkt haben, dass ein wirtschaftliches Arbeiten nicht mehr möglich war, ist sein Unternehmen nun in Gefahr und seine private Existenz ebenfalls.

Er selbst meint, dass es sich ja noch zu den Glücklichen zählen kann, er hatte einige Rücklagen, die es ihm ermöglicht haben, die letzten Monate zu kompensieren, er hat – anders als viele andere – bereits Hilfszahlungen erhalten und das sogar immer relativ zeitnah und er konnte während der Krise immerhin noch über 6.000,- Euro an eigenem Einkommen generieren.
Andere hatten nicht so viel Glück, sie haben seit nunmehr 12 Monaten vollständig geschlossen, warten immernoch auf die Hilfszahlungen oder haben nur gerine Anteile daraus bekommen. Ganze Branchen sind durch die teilweise unsinnigen und widersprüchlichen Auflagen mit ihren Unternehmen so weit in die Unwirtschaftlichkeit gedrückt worden, dass es beinahe unmöglich sein wird, diese Unternehmen wieder hochzufahren, denn auch dafür braucht man Geld, Kraft und den Optimismus, dass man irgendwann wieder Licht am Ende eines ziemlich dunklen Tunnels sieht.

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