Parität, gute Idee. Quoten für alle und alles!

Das neue Allheilmittel der Politik, scheint die Einführung von Zwangsquoten zu sein, so einfach geht man mit den Ungerechtigkeiten der Welt um.

Ich verstehe allerdings das mit der Parität nicht so recht, wieso brauchen wir eine Quote von Frauen im Parlament, die sich an der Hälfte der Welt orientiert? Ich habe ja nichts gegen die Idee den Bundestag an der Struktur unserer Gesellschaft zu orientieren, aber warum bitte an der Geschlechtszugehörigkeit orientieren?

Die Volksvertretung am Volk orientieren.

Wenn wir schon mit so einem Blödsinn wie Zwangsquoten und Wahlrechtsänderungen anfangen und damit den mündigen Wähler wieder ein Stück weit entmündigen, dann doch bitte nach „sinvolleren“ Kriterien.

Werfen wir beispielsweise einen Blick auf Berufsgruppen im Deutschen Bundestag und auf die Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung, ich könnte mir vorstellen, dass es prozentual viel zu viele studierte Juristen im deutschen Bundestag gibt, vergleichen mit dem prozentualen Anteil an studierten Juristen in der deutschen Bevölkerung. Überhaupt könnte man doch die Zusammensetzung an Berufsgruppen orientieren, wenn wir einen Blick auf die statistische Zusammensetzung der Berufe im Deutschen Bundestag werfen, fällt einem doch direkt auf, dass es unglaublich viele studierte Akademiker im Bundestag gibt, aber die Zahl der Handwerker und Arbeiter verschwindend gering ist.

Quelle: statista https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36615/umfrage/berufe-der-bundestagsabgeordneten-16-wahlperiode/

Man könnte natürlich auch daran denken eine Quote für alle Bevölkerungsschichten einzuführen, damit sich der Bundestag an der Bevölkerung und deren Problemen und Nöten orientiert.

Akademiker, Juristen und weitere Gutverdiener, die bereits mit einem höheren Einkommen in den Bundestag kommen, sind von ihrer Lebensrealität so weit weg von einem Mindest- oder Niedriglohnempfänger, dass sie die unteren Gesellschaftsschichten gar nicht richtig vertreten können. Zu geringe Renten, zu hohe Mieten, immer weniger frei verfügbares Einkommen, sind Themen, mit denen man sich nur auseinandersetzt, wenn sie einen direkt betreffen und nicht nur ein theoretisches Konstrukt sind, über das man mal in einer wissenschaftlichen Abhandlung gelesen hat.

Oder doch lieber am Vermögen orientieren?

Auch eine Idee für mehr „Fairness“ im Bundestag! Nehmen wir doch aus jeder Vermögensschicht prozentuale Anteile in den Bundestag auf. Langzeitarbeitslose, Bildungsferne, Menschen mit Migrationshintergrund und deutscher Staatsbürgerschaft, den Mittelstand und auch die Hochverdiener. Eine Zusammensetzung nach Einkommen wäre auch eine interessante und gerechtere Zusammensetzung unserer Volksvertretung. Wen interessiert schon die Befähigung und Qualifikation, hauptsache wir haben eine gute Quote! Das wäre doch mal eine richtige Revolution der Demokratie, wenn das Volk tatsächlich auch endlich mal ein Chance hätte von Volksvertretern vertreten zu werden, die aus dem Volk stammen. Denn sind wir doch mal realistisch, ein Schulabgänger, der eine Ausbildung zum Bäcker macht und dann in die Politik welchseln will, hat über die Regionalpolitik hinaus keine realistische Chance von den bildungseliteren Politikern anerkannt und in die hohe Politik aufzusteigen. Ich kann mir nicht vorstellen, das die Zusammensetzung des heutigen Bundestages nur dadurch zu erklären ist, dass es keine Menschen mit normalen Berufen gibt, die sich für Politik und die gut bezahlten Stellen als hauptberuflicher Politiker interessieren.

Die Altersquote

Noch eine Idee wäre natürlich die Auflösung des Generationenkonflikts, die meisten Politiker des deutschen Bundestages ist über ber 40 und im Durchschnitt vermutlich über 50 Jahre alt. Regiert wird unser Land also von der Großelterngeneration und nicht von der zukunftsorientierteren Jugend oder zumindest der Elterngeneration.

QUELLE: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70089/umfrage/altersstruktur-der-abgeordneten-im-bundestag/

Gerade einmal 20% der Abgeordneten sind unter 40 und nur 2,3% sind unter 30 Jahre alt. Die Generation, die von den Entscheidungen direkt oder den Auswirkungen der Entscheidungen betroffen ist, findet sich also nur als Minderheit in der Volksvertretung.

Eine riesen Ungerechtigkeit, vor allem wenn es um Zukunftsthemen und moderne gesellschaftliche Entscheidungen geht. Hier könnte eine Quote auch Abhilfe schaffen.

Überhaupt könnte man doch einfach Leute ernennen

Dieser Quatsch mit der Demokratie hat sich überholt, der Wähler entscheidet sich nicht Gendergerecht, auch nicht im Sinne seiner eigenen gesellschaftlichen Vertretung und Wahlkampf kostet nur Geld. Programmieren wir einfach einen Algorhythmus, der in der Zusammensetzung der Bevölkerung wahllos Bürger auswählt, anschreibt und zu Volksvertretern benennt. Keine Lobbyisten mehr, keine Verbindungen von Politikern und elitären Kreisen, ein Volk das sich selbst vertritt und dann im Bundestag demokratisch nach Mehrheiten entscheidet.

Danke Frau Nahles für diesen Denkanstoß, möge Ihre Weisheit unsere Republik weiterbringen und den Weg zu Demokratie 2.0 ebnen.

Oder doch die Frauenquote und „Parität“ für alle

Wir könnten natürlich auch an ihrer ursprünglichen Idee festhalten, Parität ist das Ziel und genau das übertragen wir dann auf alle öffentlichen Ämter, warum am Bundestag aufhören:

  • Bundeswehrsoldaten und -soldatinnen, trotz der Möglichkeit, haben wir immernoch weniger Soldatinnen, als Soldaten. Im Sinne der Parität sollte die Truppe mit mehr weiblichen Soldatinnen aufgestockt werden und eine Quote festgeschrieben werden.
  • Erzieherinnen und Erzieher, die Männerquote in diesen Berufen ist viel zu gering, schreiben wir sie doch gesetzlich paritätisch fest.
  • Lehrerinnen und Lehrer
  • jede verbeamtete Stelle und auch jeder Angestelle
  • einfach in allen aus der öffentlichen Hand bezahlten Berufsgruppen

Gleichbereichtigung per Quote, rettet sicher die Welt und löst grundlegende gesellschaftliche Probleme.

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